Wander- und Kulturberichte
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WANDERBERICHT
04. Januar 2026
Krippenwanderung Köln
Streckenwanderung ca. 2,4 km; WF: Ingrid Junge
Krippenwanderung Köln
Streckenwanderung ca. 2,4 km; WF: Ingrid Junge
Unsere diesjährige Krippenwanderung führte uns mal wieder nach Köln.
Vom Breslauer Platz aus ging es zunächst zur Basilika St. Ursula. Sie ist der heiligen Jungfrau und Märtyrin Ursula und ihren Gefährtinnen gewidmet.
Hier konnten wir gleich zwei Krippen bestaunen.
Eine niederrheinische, auffallend mit einem schwarzen Schaf, welches den Sünder auf dem Weg zur Krippe symbolisiert.
Die zweite Krippe mit dem Titel "Weltkrippe" stellt Hirten aus verschiedenen Kulturen dar.
Weiter am Maternushaus vorbei ging es zur Basilika St. Gereon.
Hier konnten wir uns anlässlich des Jubiläums der Landesgemeinschaft der Krippenfreunde von Rheinland und Westfalen an einer tollen Ausstellung "100 Jahre Krippenkunst " erfreuen.
Zu den Exponaten zählen unter anderem die Monumentale Altarkrippe, Krippen von Ludwig Nolde, Lita Mertens, Rosemarie Peter, Willi Witte und weiteren Bildhauern und Künstlern der Kölner Werkkunstschulen.
Eine ganz besondere Darstellung ist die 3,40 m breite "Kölner Baustellenkrippe".
Nach dieser umfangreichen, und außergewöhnlichen Besichtigung ging es dann zur Kirche St. Andreas.
Hier kann man dann noch eine große und sehr schöne Bierbrauerkrippe bestaunen.
Sehenswert ist aber auch die hölzerne Figur des heiligen Christophorus, eine Rosenkranzmadonna,der mit Reliefplatten geschmückte Machabäerschrein und der sogenannte Blutbrunnen in der Eingangshalle.
Nach einem kurzen Besuch im Kölner Dom ging es dann zur Schlusseinkehr ins "Gaffel" am Dom.
Hier wurden wir zum Abschluss freundlich und vorzüglich bedient.
Mit vielen neuen und interessanten Eindrücken machten wir uns dann zurück auf den Weg nach Hause.
Fazit: Das war mal wieder eine tolle Krippentour mit 14 gut gelaunten Wanderfreunden.

WANDERBERICHT
11. Januar 2026
Machet euch auf zum "Kreppche luure"
Streckenwanderung ca. 5,7 km; WF: Wilfried Schultz-Rotter
Mit dem Eifelverein Brühl von Krippe zu Krippe
Streckenwanderung 5,7 km; WF: Wilfried Schultz-Rotter
Trotz Minusgraden und stellenweise Schnee und Eis machten sich in Brühl-Schwadorf 12 EV-Mitglieder und 3 Gäste auf den Weg, um mehrere Krippen in Brühl zu besuchen.
Zunächst besuchten wir die Kirche St. Severin in Schwadorf, der Namensgeber Severin war der 3. namentlich bekannte Bischof von Köln. Das auf seinen Namen zurückgehende Severinsstift in Köln hatte in Schwadorf bis zum Einmarsch der Franzosen 1794 die Grundherrschaft und übte die lokale Herrschaft aus. Schwadorf war eins der bedeutenden Güter des Stifts außerhalb der Kölner Stadtmauern.
Die Krippenfiguren stammen von Lita Mertens, die 1979 mit 100 Jahren verstorben ist. Sie schuf in Köln und Umgebung ca. 90 Krippen. In Brühl ist eine weitere in der Kierberger Kirche St. Servatius zu sehen. Man sagt, dass sie versuchte, die Gesichter ihrer Töchter und Enkel in den Marien- und Jesusfiguren darzustellen. Im von der Stadt Brühl herausgegebenen Faltblatt zum Krippensonntag heißt es, dass Anmut und Liebreiz und das innige Lächeln der Figuren ins Auge fallen.
Die nächste Station war die Krankenhauskapelle des Marienhospitals im Brühler Zentrum. Dort erwartete uns Petra Lentes-Meyer und erläuterte uns sehr ausführlich, kompetent und spannend die Darstellung und Geschichte der dortigen Wurzelholzkrippe mit einem Gewicht von rund 300 kg. Diese im Grödnertal, Südtirol, entstandene Krippe ist aus widerstandsfähigem Lärchenholz und beinhaltet viele sehr volkstümlich aussehende Personen und Tiere. Diese Krippe ist in Brühl auf jeden Fall sehenswert.
Auf dem Weg zu St. Margareta konnten wir die sog. Bauhauskrippe im margaretas von außen besichtigen. Einfache beschriftete Holzbalken, ca. 1 Meter lang, verlangen dem Betrachter viel Phantasie ab.
Anders in St. Margareta: Hier baut, näht und kümmert sich eine Gruppe von mehr als 6 Personen intensiv und mit Herzblut um die umfangreiche Krippe. Herr Mohlberg erläuterte uns ausführlich die Arbeit der Ehrenamtlichen, die Anfang Dezember mit der Darstellung verschiedener Szenen beginnt und im Internet der Kirche nachvollzogen werden kann. Natürlich hat die Gruppe schon Monate vorher mit Vorarbeiten begonnen.
In einem gutbesetzten Cafe am Jahnshof fand die Veranstaltung ihr Ende. Alle Wanderfreunde/-innen waren froh, dass bei diesen Wetterverhältnissen niemand zu Schaden kam. Der Wanderführer bedankt sich bei der Gruppe für vorsichtiges und achtsames Wandern auf unterschiedlichen Wegen und schwierigen Bodenverhältnissen. Dankeschön Johannes S. für die Aufzeichnung und die Bilder.
- Wilfried Schultz-Rotter -
WANDERBERICHT
04. Februar 2026
Naturpark Rheinland - Zwischen Kierberg und Kendenich
Rundwanderung ca. 14,3 km; 160 m ↑↓; WF: Willi Krabbe
Bericht Wanderung 04.02.2026
Naturpark Rheinland Kierberg Bf - Zwischen Kierberg und Kendenich
Zu neunt waren wir heute unterwegs in der Ville und in Randbereichen. Teilnehmer 10 hatte leider den falschen Ausgangspunkt gewählt. Eine Tour, die ich 2023 entwickelt hatte.
Ausgesprochen interessante und abwechslungsreiche Runde durch das Gebiet der Ville zwischen Brühl-Kierberg und Hürth-Kendenich, die ob der anfänglichen Wegführung über urige Pfade entlang der Bahnlinie nicht für die Hochvegetationszeit geeignet ist. Im Mittelteil ging es um und durch den Ortsbereich Kendenich und im weiteren Verlauf über Werkstattweiher, Margarethenweiher und Gruhlsee zum alten Kierberger Friedhof und von dort zurück zum Ausgangspunkt. Wir hatten großes Glück, da wir auf der Terrasse des Weilerhofes mit Blick auf die Rheinebene und den Kölner Dom rasten konnten.
Zum Schluss ging es noch zu sechst ins Roddereck, wo wir gut bedient worden sind.
Insgesamt waren wir heute gut 14 km und ca. 225 Hm unterwegs mit ganz viel Abwechslung und bei anfänglich kühlem später schönem Sonnenwetter bis 8 Grad C. Die ein oder andere Kletterei war auch dabei.
Und letztlich waren viele Wege matschig und rutschig.
Wieder einmal ein herrlicher Wandertag.
Willi Krabbe – 04.02.2026
WANDERBERICHT
08. Februar 2026
Auf den Spuren der Papierindustriellenfamilie Zanders in Bergisch Gladbach
Rundwanderung ca. 15 km; 200m ↑↓; WF: Johannes Selbach
Auf den Spuren der Papierindustriellenfamilie Zanders in Bergisch Gladbach
15 km; 200 m↗↘; 08.02.2026; WF Johannes Selbach
Unsere ungewöhnliche Rundtour auf dem Stadtgebiet von Bergisch Gladbach war Stadtführung mit besonderem Thema und Wanderung mit bergischem Naturerleben zugleich. Sie führte durch das 36 ha große Gelände der früheren Papierfabrik Zanders im Zentrum von Bergisch Gladbach, zur „Gartensiedlung“ Gronauer Wald, auf den Quirlsberg und den dortigen Friedhof, hinaus zum Haus Lerbach, hinauf zum Igeler Hof und hinab ins Tal der Strunde mit einem Abstecher zur ehemaligen Dombacher Mühle.
Insgesamt 14 Wandersleute hatten sich angeschlossen und fanden viele Beispiele des Einflusses und der Bedeutung der Papierindustriellenfamilie Zanders für die Entwicklung der Stadt Bergisch Gladbach. Die Familie führte über fünf Generationen die Papierfabrik J. W. Zanders als Familienbetrieb zu weltweitem wirtschaftlichem Erfolg, nutzte die Wasserressourcen der Umgebung, gründete eine Gartensiedlungsgesellschaft zur Schaffung von nahem Wohnraum, beeinflusste die Gestaltung der Innenstadt und erwies sich immer wieder als großzügiger Mäzen.
Nach Umwandlung in eine Aktiengesellschaft zur Finanzierung einer neuen gewaltigen Papiermaschine und Verkauf an Investoren ist die Firma heute insolvent. Das riesige Firmengelände ist inzwischen teilweise begehbar; der besondere Reiz dieser ungewöhnlichen Tour.
Johannes Selbach

WANDERBERICHT
15. Februar 2026
Eifelspur: Wo die Ahr entspringt
Rundwanderung ca. 16 km; 390 m ↑↓; WF: Monika Loeffel und Herbert Eckstein
Eifelspur: Wo die Ahr entspringt
mittel (16 km; 390 m↗↘; gel. schmale Pfade)
Acht Wanderer machten sich am Karnevalssonntag, den 15.02.26 bei strahlendem Sonnenschein und kalter Luft, sowie bester Laune auf nach Blankenheim um dort der Eifelspur "Wo die Ahr entspringt" zu folgen.
Das erste Stück ist ebenfalls Eifelsteig und wir gingen über den Nonnenbacher Weg zur Brotpfadhütte, wo man immer gerne eine kurze Rast macht. Von dort wechseln sich breite Wanderwege und schmale Pfade ab.
Man kreuzt den Wallbach und den Nonnenbach sowie den Schaafbach, der in die Ahr mündet, etwas später noch den Reetzer Bach und schließlich den Mülheimer Bach. Der Raureif ließ die Bäume und Stäucher aussehen wie im Märchen und die Luft war klar und frisch.
Die Einkehr im Cafe Landlust ist zu empfehlen, der Kuchen ist ausgezeichnet und es gibt auch herzhaftes.
Ein schöner Tag!
Monika Loeffel
WANDERBERICHT
20. Februar 2026
Edelweißpiraten sind treu - Auf Spurensuche in Köln - Von der Südstadt nach Ehrenfeld
Streckenwanderung ca. 14,4 km; WF: Robert Offermanns
Edelweißpiraten sind treu – Mit dem Eifelverein Brühl auf Spurensuche in Köln
Mit 19 Wanderfreunde*innen (davon 4 Gäste) ging es über die Kölner Südstadt nach Ehrenfeld auf Spurensuche. Beide Kölner Viertel hatten, wie auch andere Stadtteile, mit den Edelweißpiraten zu tun. Es gab u.a. verschiedene Treffpunkte wo sich die Jugendlichen verabredet und häufiger zusammen gefunden hatten.
Aber kurz der Reihe nach: Gruppen von deutschen Jugendlichen, die als Edelweißpiraten oder Navajos bezeichnet wurden, fielen zwischen 1939 und 1945 im nationalsozialistischen Deutschland zunächst nur durch unangepasstes Verhalten auf. Später nahmen sie in vielen Fällen als Regimekritiker eine oppositionelle Haltung zum Nationalsozialismus ein oder gingen in den aktiven politischen Widerstand. Ihre Wurzeln hatten die Jugendlichen oft in der Arbeiterschaft, verbindendes Element der Gruppen war zunächst nicht politisch sondern die Gegnerschaft zur Hitlerjugend.
Entsprechend radikal wurden sie von den Nationalsozialisten verfolgt. Sie mussten mit Haft, Folter und Hinrichtung rechnen. Genaue Zahlen über die Opfer existieren nicht, aber man schätzt, dass nur eine Minderheit den Zweiten Weltkrieg überlebte. Im Nachkriegsdeutschland erfuhren die Edelweißpiraten erst spät Anerkennung und Rehabilitierung.
In Ehrenfeld erinnert heute ein beeindruckendes Wandgemälde von "Captain Borderline", ein 1999 gegründetes Streetart Trio, an die Edelweißpiraten und deren Hinrichtung. Auch darüber hinaus gibt es in Köln weitere Plätze und Orte, wo an die mutigen Jugendlichen erinnert wird. So wurden im Volksgarten vor dem Fort Paul, einem der früheren Treffpunkte, Erinnerungstafeln aufgestellt.
Über das große Interesse an dieser Thementour habe ich mich sehr gefreut. Herzlichen Dank an alle, die gemeinsam mit dem Eifelverein Brühl die Erinnerung an die mutigen Edelweißpiraten aufrecht erhalten haben.
Robert